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Monica C.F.P.M., Compaigne Francaise des Produits Metallurgigques

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Der französische Industrielle Jean Tastevin, Eigentümer von C.F.P.M., der
Compaigne Francaise des Produits Metallurgigques, einem führenden französischen Hersteller von Bahnwaggons, zog das Interesse an Automobilen und der Drang, seine Produktpalette auszuweiten ins Automobilgeschäft. Seine Idee war es, einen kleinen Sportwagen zu entwickeln und zu bauen.

Sein Problem war es allerdings auch, das er große Erfahrungen auf der Schiene gesammelt hatte, von der Automobilbranche allerdings nur so viel Wissen besaß, wie jeder andere Autokäufer auch. Aus diesem Grund suchte er nach Möglichkeiten, fähige Leute für sich zu engagieren. Dadurch kam es zur Zusammenarbeit mit dem Erfolgreichen britischen Motorsportler und Entwickler Chris Lawrence.

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Dieser hatte schon beachtliche Erfolge beim Tunen und Veredeln von Modellen von Ford, Morgan, Triumph und Vauxhall mit seiner Firma Lawrencetune erzielt und auch Motoren von Marcos seinen Wünschen angepasst.

Vorgesehen von Tastevin war, das Lawrence einen getunten Triumph Motor für seinen Sportwagen liefern sollte. Doch Chris Lawrence konnte ihn davon überzeugen, das ganze Auto zu erschaffen. Von der Idee eines kleinen Sportwagens blieb allerdings schon in der Entwicklungszeit nicht mehr viel übrig. Lawrence präsentierte das Konzept eines großen sportlichen Tourers, vier Türen, ein attraktives Coupe-förmiges Design und eine gehobene Ausstattung sollten dieses Modell zum Erfolg führen.

Der Triumph Motor, als Antrieb vorgesehen erwies sich jedoch schnell als unzureichend, deshalb wurde ein V8 Motor mit 3000 ccm Hubraum vorgesehen, den Ted Martin, ein Partner von Lawrence, dafür entwickelt hatte. 1968 konnte der erste Prototyp vorgestellt werden, dem allerdings noch mehrere folgen sollten, da Tastevin die Entwürfe nicht zusagten.

Nach leichten Unstimmigkeiten zwischen Entwickler und Auftraggeber verließ Lawrence das Projekt kurz vor der Präsentation auf der Pariser Automesse 1972.

Doch auch zu dieser Zeit war die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Tastevin versuchte Rolls-Royce als Motorenlieferanten zu gewinnen, die jedoch ablehnten. Letztlich wurde der störanfällige V8 von Martin wurde zugunsten eines bewährten Chrysler V8 Motors ersetzt und das Styling noch einmal von französischen Karosseriespezialisten überarbeitet.

Erst dann, nach insgesamt über fünf Jahren konnte die Produktion des nun auf die Frau von Jean Tastevin getauften Modells Monica beginnen. Allerdings auch das nicht ohne Probleme, Tastevin hatte sich vorgestellt, die Fertigung auszulagern, Verhandlungen mit Jensen Motors wurden allerdings auch, ohne eine Einigung erzielen zu können, abgebrochen, C.F.P.M. musste selbst produzieren.

Aufsehen erregend gestylt, mit dem V8 mit 5700 ccm und 280 PS, die für über 240 km/h Höchstgeschwindigkeit ausreichten, ordentlich motorisiert und dazu üppig ausgestattet, Klimaanlage schon damals serienmäßig, war das Auto konsequent auf Erfolg getrimmt.

Theoretisch jedenfalls, denn es gehörte eben mehr wie diese Daten dazu, in einer Liga mit Lagonda, Lamborghini, Iso, Facel oder auch Ferrari bzw. Maserati mitspielen zu können.

Der Name war absolut unbekannt, niemand gab so viel Geld aus, ohne ein Image ein bekanntes Image mit kaufen zu können und schon gar nicht in dieser Preisklasse. Wobei wir schon bei dem zweiten Grund wären für das Desaster. Anfang der 70er Jahre schlug die Energiekrise unbarmherzig zu, niemand interessierte sich für Spritschlucker, denn es war irrelevant, welche Höchstgeschwindigkeit erreicht werden konnte, Benzin war ein knappes Gut.

Nochmals erschwerend kam die sehr lange Entwicklungszeit hinzu, das erste Serienfahrzeug verließ nach sieben Jahren die Fabrik. Alles in allem wurde die Geschichte von Facel relativ eindeutig kopiert, nach nur 34 Stück wurde die Produktion 1975 wieder eingestellt. Den exorbitanten finanziellen Verlust konnte Tastevin über seine sehr gut laufende Waggonfertigung kompensieren, hielt sich allerdings in Folge fern von der Automobilbranche.

Einige Zeit später versuchte Lawrence mit seiner Firma den Monica noch einmal wieder zu beleben, scheiterte allerdings schon früh und gab auf. So endete recht ruhmlos die kurze Geschichte des Monika.

Artikel vom 311007 / Last modified xxxxxx

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