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Rolls - Royce Limited / Rolls - Royce Motor Cars

Markenlogo Rolls Royce

Das Logo von Rolls Royce Limited

"Spirit of Ecstasy"
Rolls Royce 1930

Die Kühlerfigur von Rolls Royce, Spirit of Ecstasy

"Spirit of Ecstasy"
Rolls Royce 2012

Die Kühlerfigur von Rolls Royce, Spirit of Ecstasy

Rolls-Royce 20/25

Rolls-Royce Modell 20/25 H.P.
Rolls-Royce Modell 20/25 H.P. in der Heckansicht

Rolls-Royce Phantom

Rolls-Royce Modell Phantom Drophead Coupe 2012
Rolls-Royce Phantom Drophead Innenansicht



autoglasklar / 260317

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Autolexikon / Zufallsbild

Die Geschichte der britischen Luxusmarke Rolls Royce beginnt eigentlich ähnlich der einer italienischen Sportwagenlegende. Die Parallelen beginnen mit einem Autokauf.

Es heißt, die Automarke Lamborghini gäbe es nur, weil Ferruccio Lamborghini mit seinem gekauften Ferrari nicht ganz zufrieden war und einen besseren Sportwagen zu bauen gedachte.

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Henry Royce plagte ein ganz ähnliches Problem, wenn auch viele Jahre früher. Nach dem Erwerb eines französischen Deauville, mit dem Royce überhaupt nicht zufrieden war, dachte er darüber nach, was und wie man das besser machen könnte.

Sein erstes Automobil, eigentlich für die private Nutzung gedacht, verkaufte er kurze Zeit später um die Kosten der Entwicklung abzudecken, 1903 an C.S. Rolls. Dieser war von den Vorzügen und der Qualität des Royce Automobils so begeistert, dass die beiden ab 1904 die Firma Rolls Royce Limited gründeten.

Schon 1906 stellte die junge Firma ihr erstes Automobil vor, den 40/50 HP. Ausgestattet mit einem Sechszylinder Triebwerk wurde der Wagen sofort beliebt und trug unter dem Namen Silver Ghost dazu bei, dass Rolls Royce, um den Bestellungen nachzukommen, schon 1908 in ein größeres Werk in Derby umziehen musste.

Damit verließ allerdings zumindest privat die beiden Gründer das Glück. Henry Royce erkrankte sehr schwer und konnte sich nur noch von fern um die Geschicke seiner Firma kümmern. Der zweite Begründer, C.S. Rolls kam 1910 bei einem Flugzeugunglück ums Leben.

Die Geschicke von Rolls Royce wurde darauf hin der Leitung eines Geschäftsführers anvertraut, der seine Sache allerdings recht gut machte. Rolls Royce expandierte in den folgenden Jahren sehr stark. Vielleicht hat es auch etwas mit dem Flugzeugunglück von Rolls zu tun, das Rolls Royce ab 1910 sein Geschäftsfeld auch auf die Konstruktion und Herstellung von Flugzeugmotoren ausweitete. Schon vier Jahre später stieg man dann voll in die Fertigung der Flugzeugmotoren ein, die bald darauf den Großteil der Produktion von Rolls Royce ausmachten.

Nach fast zwanzig Jahren Bauzeit wurde der Silver Ghost, der noch bis 1926 hergestellt wurde durch eine neue Modellreihe abgelöst. Die sehr erfolgreichen Modelle der Phantom Serie waren noch von Sir Henry Royce entwickelt wurden, der allerdings die Ablösung dieses Modells nicht mehr miterlebte und 1933 verstarb.

Die Phantom Reihe richtete sich an die gleiche Kundenschicht wie das Modell 40/50 HP Silver Ghost. Um bei den eher konservativen Käufern keine Fehler zu machen, verwendete man der Einfachheit halber das Chassis des Vorgängermodells und kombinierte dies mit einem sehr laufruhigen neuen Sechszylinder Reihenmotor mit einem Hubraum von 7,7 Litern, der seine Kraft unauffällig und teilweise geheim zur Verfügung stellte.

Geheim deswegen, weil Rolls Royce bis Ende der 90er Jahre in Großbritannien keinerlei Angaben zur Stärke ihrer Motoren machte. In Deutschland war diese Angabe im Fahrzeugbrief zwingend vorgeschrieben, in England reichte es wenn Rolls Royce erklärte, es sei genügend Leistung vorhanden.

Im Gegensatz zu seinem direkten Konkurrenten Bentley überstand Rolls Royce auch recht unbeschadet die Einschnitte durch die Weltwirtschaftskrise. Bentley stand 1930 schon finanziell recht geschwächt da und wurde 1931 von Rolls Royce aufgekauft.

Danach gab es eigentlich anfänglich keine Bentleys mehr, Rolls Royce übernahm die Entwicklung und von der ehemals sportlichen Marke Bentley blieb lange Zeit nichts mehr übrig. Rolls Royce dagegen setzte seinen Siegeszug fort, während des zweiten Weltkrieges wurde jedes zweite Flugzeug der Alliierten, ob Bomber oder Jäger, mit einem Rolls Royce Motor ausgerüstet und bescherte der Firma damit so viel Gewinn, dass die Autosparte nur noch ein sekundäres Standbein war.

Durch die Übernahme von Bristol Siddeley 1966 konnte die gesamte Palette an Triebwerken angeboten werden. Trotzdem wurde auch hier die Entwicklung neuer Modelle, natürlich alle obere Luxusklasse, weiter vorangetrieben. Nach der Phantom Reihe erschien ab 1947 der Silver Wraith, der bis 1959 gebaut wurde und der Silver Cloud, um dann wieder Weiterentwicklungen des Phantom, den IV und den V teilweise zeitgleich auf den Markt zu bringen.

Mit dem 1965 vorgestellten Silver Shadow brach Rolls Royce mit einer langen Tradition. Die selbsttragende Karosserie brach mit der Gewohnheit, dass unabhängige Karosseriebauer auf Kundenwunsch verschiedene einzigartige Modelle anfertigen konnten.

Für die Firma war dieser Umschwung ein Risiko, niemand konnte genau beurteilen wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirken würde, ob die Kunden diese Änderungen honorieren würden. Der Silver Shadow wurde ein voller Erfolg, Technik auf dem neuesten Stand, Verarbeitung und Ausstattung auf allerhöchstem Niveau und das unbeschreibliche Gefühl, in einem echten Rolls Royce zu sitzen, sorgten für 15 Jahre volle Auftragsbücher.

Trotz voller Auftragsbücher wäre Rolls Royce 1971 beinahe vom Markt verschwunden. Die Fehleinschätzung einer Entwicklung führte zum Desaster. Eine Auftragsturbine, die Dreiwellenturbine für Lockheed konnte nicht in die Serienreife überführt werden und die wahnsinnig hohen Entwicklungskosten brachten Rolls Royce zum straucheln.

Die britische Regierung griff ein und verhinderte den Ernstfall durch Einsatz von Steuergeldern. In Folge wurde Rolls Royce getrennt. Die neue Firmierung der Automobilsparte war Rolls Royce Motor Cars und die Abteilung für die Triebwerksherstellung benannte sich 1987 nach der Reprivatisierung Rolls Royce plc. Die Automobilsparte wurde 1980 von dem Rüstungskonzern Vickers aufgekauft und blieb bis zur Übernahme durch Volkswagen 1998 dort.

Die Übernahme durch VW war so eigentlich nicht vorgesehen, angedacht war eigentlich BMW, da Rolls Royce plc. schon länger mit BMW zusammenarbeitete.

Das Vorpreschen von VW war dadurch nutzlos, da man nun zwar die Werke und die Rechte an der Kühlerfigur besaß, die Namensrechte allerdings noch bei Rolls Royce plc. lagen. Durch eine Einigung zwischen BMW und Volkswagen wurde erreicht, dass Rolls Royce vollständig von BMW übernommen wurde und dafür Bentley ausgegliedert und Volkswagen zugesprochen wurde.

Artikel vom 041107 / Last modified 010712

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