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Facel SA - Forges et Ateliers de Construction d´Eure et de Loire

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Facel Vega HK 500

Der Facel Vega HK 500



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Die französische Firma Forges et Ateliers de Construction d´Eure et de Loire, gegründet 1938 von Jean Daninos hätte mit dieser Namenswahl sicherlich von vorn herein einen sehr schweren Stand gehabt, aber die Abkürzung dieses langen Namens sollte sich nach dem Krieg als Automobilmarke kurzzeitig etablieren.

FACEL, so die Abkürzung hatte seinen Sitz im Großraum Paris, in der Kleinstadt Colombes. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelte sich hier die aufstrebende Industrie an, unter anderem auch der Hersteller Goodrich, bei uns vor allem als Reifenproduzent bekannt.

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Eigentlich wollte Daninos mit seiner Firma Werkzeug herstellen, der zweite Weltkrieg und der schnelle Fall von Frankreich machte diese Pläne allerdings zunichte. Nach der Besetzung von Frankreich stellte man Teile für Lkw und Pkw der deutschen Wehrmacht her.

Nach dem Krieg, die Ortschaft Colombes war größtenteils von Zerstörungen verschont geblieben, spezialisierte man sich auf die Fertigung von Karosserien für andere Automobilhersteller wie Ford, Panhard oder Simca sowie den britischen Edelhersteller Bentley.

Nachdem es sich ankündigte, dass der Vertrag mit Panhard ohne Aussicht auf eine Verlängerung auslaufen würde und die Verhandlungen mit anderen Herstellern scheiterten, beschloss man, die Marke Facel als Automobilhersteller zu etablieren.

Die Entwicklung des ersten Modells Facel Vega FVS begann Anfang der 50er Jahre. Das Coupe erhielt eine Stahlkarosserie und Motoren von Chrysler, die aus gut 4500 ccm Hubraum eine Leistung von 180 PS bereitstellten. Die Ausstattung und das spätere Design erinnerten ein bisschen an die Mercedes dieser Zeit, auch die Preisgestaltung zielte auf ein eher wohlhabenderes Klientel. Als der Vega 1954 auf den Markt kam stellte sich recht schnell heraus, dass dieses Modell seine Marktnische gefunden hatte.

Der Verkauf lief zufriedenstellend und das Modell Facel Vega FVS wurde mehrfach modernisiert und 1959 von dem Nachfolger Facel Vega HK500 abgelöst, der zwischen 1959 und 1962 über 4500 mal verkauft werden konnte. Mit dem HK500 ließ Facel auch wichtige Standards dieser Zeit wie Servolenkung und Scheibenbremsen in die Serienfertigung einfließen. Der Motor, auch von Chrysler, war diesmal ein V8, der aus 6290 ccm 360 PS für den Vortrieb bereitstellen konnte.

Der Nachfolger der Modelle Facel Vega und HK500 kam 1962, hieß Facel Vega II und war mit seiner Leistung mit bis zu 390 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h eine sehr imposante Erscheinung. Ein Fehler war nur, dass die verwendeten Michelin Reifen bei diesem Tempo Zersetzungserscheinungen zeigten, so dass die Ingenieure hier fieberhaft an einer Lösung arbeiten mussten.

Das erste Missgeschick der Entwicklungsabteilung passierte 1958 mit der Vorstellung des Modells Excellence, bei dem eine ungewöhnliche Karosserie vom Aufbau und Design her für Verkaufserfolg sorgen sollte. Leider erwies sich die komplizierte Konstruktion ohne B-Säule mit Türen, die sich ineinander schlossen, als zu fehlerbehaftet, da sich diese bei voller Beladung teilweise nicht öffnen ließen. Der Wunsch Facels, mit diesem Modell in die Oberklasse aufzusteigen erwies sich somit als Trugschluss.

Nach ersten Kratzern am Image von Facel begang Daninos einen zweiten, aber weitaus schwerwiegenderen Fehler. Die Verlockung war allerdings zu groß um widerstehen zu können. Er beauftragte sein Entwicklungsteam einen Wagen zu entwerfen, der entgegen seinen Gewohnheiten wesentlich kleiner als die anderen Modelle sein sollte und dafür aber in einer größeren Stückzahl gefertigt werden konnte.

Der Facel Vega Facellia wurde der Öffentlichkeit 1959 vorgestellt, ein sportliches Coupe, ausgestattet mit einem 1600 ccm Motor. Dieser Motor war auch der Untergang der Marke Facel. Da hier in diesem Modell keine V8 Motoren von Chrysler verwendet wurden gab Daninos einen Hochleistungsmotor in Planung, der nach einer viel zu kurzen Testphase verbaut wurde. Leider erwies sich dieser Motor als so unzuverlässig, dass er das Image so schwer schädigte, dass die Verkäufe rapide zurück gingen.

Auch eine schneller Austausch gegen Volvo Motoren, Facel Vega III und später Austin Healey Triebwerke, Facel Vega Six konnten das Drama nicht mehr stoppen. Eine Investorengruppe unter Hispano- Suiza, Mobil France und Pont-a-Mousson, von denen die in Facel Modellen verbauten Schaltgetriebe stammten, unterstützte finanziell, musste aber 1964 dem drängen des Konkursverwalters nachgeben, der die Firma Facel zum Ende dieses Jahres auflöste.

Artikel vom 190807 / Last modified xxxxxx

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