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Armstrong - Siddeley, britischer Automobilhersteller

Logo von Armstrong-Siddeley

Das Logo von Armstrong - Siddeley

Armstrong Siddeley Hurricane

Das Cabrio Armstrong Siddeley Hurricane
Armstrong Siddeley Hurricane Seitenansicht
Armstrong Siddeley Hurricane Heckansicht
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Armstrong Siddeley Sapphire

Der Armstrong Siddeley Sapphire



autoglasklar / 090517

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Die Firma Siddeley- Deasy Motor Manufacturing Company produzierte eigenständig vor dem ersten Weltkrieg Automobile, ähnlich der gleichfalls britischen Firma Armstrong- Whitworth. Erstere Firma machte sich allerdings hauptsächlich dadurch einen Namen, dass sie die britische Armee und auch andere Luftstreitkräfte mit Motoren für Jagdflugzeuge und Bomber belieferte.

Kurz nach dem ersten Weltkrieg kaufte Armstrong die Siddeley- Deasy Motor Manufacturing Company für 500.000 Pfund auf und bildete damit die Armstrong- Whitworth Development Company Ltd. in Coventry England. Siddeley- Daisy wurde eingegliedert als Armstrong- Siddeley Motors.

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Armstrong- Whitworth übernahm danach die weitere Fertigung von Flugzeugmotoren und Armstrong- Siddeley Motors brachte 1920 ihr erstes Modell, den Thirty auf den Markt. Der Thirty war eine große Limousine mit einem 5 Liter Sechszylinder Motor und 30 PS.

Das auffälligste an den Armstrong- Siddeley waren die großen Kühlergrills und die wuchtige Bauweise. Diese Auffälligkeit ermöglichte es sogar Kunden aus dem königlichen Umfeld und dem Königshaus zu gewinnen. Die Folge davon war natürlich eine erhebliche Imagesteigerung dieser Automarke und ein somit gesteigerter Absatz.

Trotz dieses guten Starts entwickelte Armstrong- Siddeley zukünftig auch kleinere Modelle, die eher für eine hohe Serienproduktion geeignet waren, um damit einen wesentlich größeren Kundenkreis erreichen zu können.

Den Anfang machte ein Modell mit 18 PS aus einem 2,4 Liter Triebwerk. Als sich auch dieses recht erfolgreich verkaufte wurde das nächste Modell noch weiter abgemagert. Ausgestattet mit einem Vierzylinder mit 1800ccm Hubraum und einer Leistung von 14 PS erwies sich dieses Modell als Rückrat des Verkaufs. Auch die doch eher ungewöhnliche Version eines Dreisitzers, einer vorn und zwei hinten, angetrieben von einem 9 PS Motor verkaufte sich, konnte sich allerdings nicht so recht durchsetzen. Der Stoneleigh wurde deshalb auch nur zwei Jahre, von 1924 bis 1926 hergestellt.

Der Firmeneigner der ehemaligen Siddeley- Deasy Motor Manufacturing Co., John Siddeley kaufte 1925 seine Firma für die dreifache Summe des Verkaufspreises von Armstrong zurück und landete aber damit den Coup, das seine Holding Gesellschaft auch die Kontrolle über die Herstellung der Flugzeugmotoren übernahm. Die Armstrong- Siddeley Development Co. Ltd. übernahm damit faktisch die Macht bei der Armstrong Mutterfirma.

Ausgedehnt wurde die Produktionspalette Mitte der 20er Jahre, als die Rüstungsfirma Vickers als Kunde für die Belieferung mit Panzermotoren gewonnen werden konnte.

Ende der 20er Jahre, Armstrong- Siddeley war mittlerweile auch in die Traktorenfertigung eingestiegen, gelang es den Ingenieuren der Entwicklungsabteilung Automobiltechnik, nach langen Versuchsreihen, das erste funktionsfähige Halbautomatikgetriebe zu entwickeln, was dem Serieneinsatz gewachsen war.

In Folge entstand daraus das Automatikgetriebe und eine neue Firma. Die Self Changing Ltd. hatte alsbald sehr bekannte Kundschaft wie die Firmen Daimler Motor Company England, Invicta und Lagonda aus dem Bereich Luxusautomobile, aber auch Hersteller von Sportwagen und Volumenmodellen, wie AC Cars Ltd., Talbot oder auch Riley und Bristol gehörten zu ihrem Kundenkreis.

In den 30er Jahren bohrte man die Modellpalette recht großzügig auf, so dass man für fast jeden Wunsch ein Automobil bereitstellen konnte. Durch eine aktive Teilnahme an verschiedenen Rennsportevents, wie der Rallye Monte Carlo, konnte der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad weiter gesteigert werden.

Siddeley wollte aber auch die Automobile Luxusklasse erobern. Nachdem dies vor dem ersten Weltkrieg schon ansatzweise gelungen war versuchte man anfangs der 30er Jahre mit dem Modell 30, angetrieben von einem 4,9 Liter Motor und 100 PS, diesen Erfolg zu wiederholen.

Die Krönung dabei war 1933 das Modell Siddeley Special, ein Luxusautomobil, das die Konkurrenten Rolls- Royce und Info» Daimler direkt Angriff. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus, verkauft wurden bis zur Produktionseinstellung 1938 lediglich 240 Stück.

Kurz vor dem zweiten Weltkrieg schloss Siddeley seinen Firmenverbund der Flugzeugmotorenfertigung mit Hawker Engineering zur Hawker Siddeley Aircraft Company zusammen und kontrollierte damit bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein großes Potential der Rüstungsindustrie der Luftwaffe.

Nach dem Krieg begann Siddeley 1945 wieder mit der Produktion von Automobilen, ohne die lukrative Rüstungsfertigung je wieder aufzugeben.

Die Nachkriegsmodelle, das erste war der Lancester, ein Jahr später gefolgt vom Hurricane wurde wie alle Nachfolgenden, z.B. Tempest oder Typhoon wurden allesamt benannt nach erfolgreichen Jägern oder Bombern, die Siddeley in seinem Firmenverbund während des zweiten Weltkrieges hergestellt hatte.

Der Hurricane, entworfen von Cyril Siddeley, einem Sohn des Firmengründers und technisch betreut von W. O. Bentley wurde mit einem Vorkriegssechszylinder bis 1949 und mit einem neu entwickelten Reihensechszylinder bis 1953 in Verbundbauweise hergestellt.

Erst das Letzte Modell, Armstrong- Siddeley Sapphire, brach mit dieser Namenstradition. Der Sapphire, hergestellt zwischen 1953 bis 1960 war eine recht luxuriöse Limousine, die mit ihrem 4 Liter Motor, der mit Hilfe eines Doppelvergasers 145 PS bereitstellen konnte, den renommierten Luxusklasseherstellern wie Jaguar oder Daimler Marktanteile abstreiten konnte.

Der Sapphire entwickelte sich in mehreren Varianten und Bauarten zu einem Verkaufsträger von Armstrong- Siddeley.

Da aber zu dieser Zeit die Konkurrenz in dieser Klasse recht groß war entschied sich der Mutterkonzern 1960 das Modell Sapphire einzustellen und statt dessen neue Modelle auf den Markt zu bringen. Diese schafften es allerdings nicht über ein Vorserienstadium hinaus und damit stellte Armstrong- Siddeley die Automobilproduktion Mitte 1960 ein. Lediglich die Fertigung von Flugzeugmotoren lief noch bis zur Mitte der 80er Jahre weiter.

Somit endete hier die Geschichte der Automobilmarke Armstrong- Siddeley, deren Logo der Sphinx auf der Motorhaube Jahrzehntelang nicht aus dem britischen Straßenverkehr wegzudenken war.

Markenzeichen Sphinx von Armstrong-Siddeley
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Artikel vom 190807 / Last modified 261215

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