autoglasklar Zufallsbild

Wissen Block

Sie sind hier: » Autolexikon / Automarken

Dodge Brothers Motor Vehicle Company.

Markenlogo Dodge

Das Logo von Dodge

Automobil Dodge RAM

Der Dodge RAM



autoglasklar / 090517

Artikelanzahl: 808
Bilderanzahl: 1.361
Videoanzahl: 77

Autolexikon / Zufallsbild

Die Brüder Horace und John Dodge verhalfen Anfang des 19. Jahrhunderts Henry Ford als Anteilseigner und Geldgeber seiner Ford Motor Company zu Erfolg, bevor sie sich 1914 entschlossen, ihre eigene Automarke ins Leben zu rufen. Vorher waren Dodge generell schon für die Automobilbranche tätig durch die Herstellung von Lagern und Teilen für die Marke Oldsmobile.

Die Dodge Brothers Motor Vehicle Company oder kurz Dodge war keine Marke der Experimente, keine Sportwagen, keine extravaganten Modelle. Schnell bekam dadurch Dodge das Image der langweiligen aber verlässlichen Dodge verpasst. Auf die Verkaufszahlen hatte dieses neutrale Image keinen Einfluss, Dodge als Familienfahrzeuge verkauften sich beständig über viele Jahre. Ein Vorteil beim Start der Marke Dodge war auch die Kenntnis der Grundlagen des Volumenmodells von Ford, das bei Dodge ähnlich aufgebaut als Startmodell mit verschiedenen technischen Verbesserungen gebaut wurde.

Advertisment

Durch die Teilnahme der USA am ersten Weltkrieg ging die Nachfrage nach PKWs zurück und Dodge stieg in die Fertigung von Nutzfahrzeugen ein. Ein gewaltiges Umsatzplus und natürlich auch enormen finanziellen Gewinn brachte der Auftrag des Militärs 1917, für die amerikanischen Landstreitkräfte eine große Marge an Transportern zu fertigen.

Die Firma Dodge bestand eigenständig bis 1925. In diesem Jahr wurde der Automobilhersteller von einem Investor für die damals unvorstellbare Summe von, und hier schwanken die Zeitzeugen zwischen 140 bis 180 Millionen US Dollar, komplett übernommen. Wenige Jahre später wurde Dodge dann an die Automobilgruppe Chrysler verkauft, die sich erweitern mussten, um den anderen Riesen der amerikanischen Automobilbranche wie General Motors oder eben Ford, Paroli bieten zu können.

Bis Mitte der 50er Jahre behielt Dodge das Image des Herstellers von braven Familienlimousinen bei, bestes Beispiel war die Serie Custom Royal, ein schwerer Wagen mit einer typisch amerikanischen Vollausstattung. Verwendet wurde bei dieser Serie der neu entwickelte V8 Motor. Dieses Aggregat unter dem Spitznamen Red Ram, zu deutsch Roter Rammbock war ein so genannter Hemi Motor.

Anfänglich mit lediglich 140 PS Leistung wurde das Modell Custom Royal später mit einer Motorisierung von bis zu 345 PS aus 6500 ccm Hubraum verkauft. Die Familienlimousine war damit prädestiniert für die langen amerikanischen Strecken, eben eher ein Fahrzeug zum dahin gleiten. Die weit verbreitete Schwäche fast aller amerikanischen Autos dieser Zeit, die völlig unterdimensionierte Bremsanlage und das schlechte Handling verhinderte sportliche Ambitionen im Keim.

Der Red Ram verhalf Dodge allerdings, genau wie der zu Chrysler gehörenden Marken Plymouth und De Soto zu einem verbesserten Image. Chrysler war auch im Zugzwang, nachdem sich der Erfolg der Sportwagenserie Mustang von Ford andeutete, mussten Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um in diesem Marktsegment Boden gut zu machen.

Die erste Antwort war der Plymouth Barracuda, bis 1966 der Dodge Charger auf den Markt kam. Erfolgreich von Anfang an, war das nach dem Generationswechsel 1968 optisch sehr schöne Modell ein riesiger Verkaufserfolg. Der zweitürige Sportwagen Charger war in vielen Motorvarianten des V8 erhältlich, Spitzenmotorisierung waren 425 PS aus knapp 7 Liter Hubraum, die ausreichten eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 220 km/ zu erreichen und die die Reifen beim Start schneller verrauchten, als ein Durchschnittsamerikaner seinen Hamburger verdrücken konnte.

Ebenso, wie der Red Ram auf der Straße erfolgreich war, schaffte es Dodge mit diesem Motor Ende der 60er Jahre Ford die Vorherrschaft in der Prestigeträchtigen Nascar Serie zu entreißen. Schlüssel dafür war ein Serienfahrzeug, welches mindestens 500 mal, so verlangten es die Regeln, hergestellt und verkauft werden musste. Der Dodge Charger Daytona wurde genau 505 mal hergestellt und schaffte es, die Nascar praktisch über Nacht zu dominieren.

Viele alte Rekorde fielen diesem Dodge zum Opfer und wenn er nicht ausfiel oder disqualifiziert wurde, gewann er fast jedes Rennen. In den 70er Jahren durchlebte die Automobilindustrie eine Rezession, wobei es Dodge und damit auch Chrysler wieder zu gute kam, bei aller Sportlichkeit die langweiligen verlässlichen Familienfahrzeuge nie vergessen zu haben, die in dieser Zeit für die finanzielle Bodenständigkeit sorgten.

Der große Boom der Sportlichkeit kam Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre mit der Vorstellung einer Idee des neuen Präsidenten von Chrysler, Bob Lutz. Er wollte ein Auto bauen, dass es in der Firmengeschichte noch nie gegeben hatte. Auslöser dafür soll das Gefallen von Bob Lutz an der Cobra von AC Cars Ltd. gewesen sein. Wenn ja, waren die Abmaße und die Leistungen sicherlich nicht Maßstabsgetreu in den Besitz von Lutz gelangt.

Die Dodge Viper war nicht nur eine Antwort auf Ferrari und Porsche sondern regelrecht ein Gebrüll dagegen. Die Fahrleistungen wurden mit dem typisch amerikanischen Understatement erschaffen. Über 300km/h Höchstgeschwindigkeit, gewonnen aus einem LKW Motor, der aus seinen acht Liter Hubraum gut 400 PS mobilisierte, reichten aus um fast jeden anderen Seriensportwagen der Welt im Rückspiegel kleiner werden zu lassen.

Grundlage für den Erfolg war die Überarbeitung des Motors durch die Ingenieure von Lamborghini, eine Firma die für den italienischen Mythos Rennsport steht und zu dieser Zeit zu Chrysler gehörte. Einen nicht unerheblichen Imagegewinn verbuchte die Viper mit ihren Rennsporterfolgen, Siegen in verschiedenen Meisterschaften und auch bei den Langstreckenrennen von Le Mans.

Dodge entwickelte immer mehr ein Gespür für den Markt und etablierte sich Anfang der 90er in dem bis heute ungebrochenen Wachstumsmarkt der Light Trucks. Diese Fahrzeuge stellen eine Mischung zwischen überdimensionierten PKW und leichten LKW dar und sind gerade in Amerika sehr beliebt. Ein bekannter Vertreter dieser Klasse ist der Dodge RAM, der entgegen dem Trend bei Sportwagen, wo eine Tieferlegung schon zum Pflichtrepertoire eines Tuners gehört, eher darauf abgestimmt wird, sich Parkplätze zu erfahren.

Anekdote dabei von der Automesse AMI 2007 war ein Gespräch mit einem Mitarbeiter am Dodge Stand, der stolz einen getunten Dodge RAM für knapp 80.000,00 EUR vorstellte. Spaßig gemeint, bringt es die Aussage aber auf den Punkt, indem er meinte, dass die im Preis inbegriffene Spachtel dafür da wäre, um nach dem einparken die Smarts und Minis aus dem Profil zu kratzen. In diesem Sinne eine fröhliche Parkplatzsuche für alle Beteiligten.

Artikel vom 301007 / Last modified 300110

Externer Link Herstellerseite

Dodge Offizielle Homepage [Englisch]

Externer Link Museum

-

Externer Link mit weiterführenden Informationen

Info»

Interner Link Wallpaper

Zur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 AuflösungenZur Auswahl Autowallpaper in 8 Auflösungen

Automobile Avanti in Text und Bild

-

Anzeigen / Partnerseiten:

-

Advertisment


BACK TO » Autolexikon Übersicht / Autolexikon Automarken

Noch mehr Wissen zu Automarken, Modellen und der Automobiltechnik im Autolexikon.