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Maybach Manufaktur, Luxus und Perfektion in Handarbeit

Markenlogo Maybach 2009

Das Logo von Maybach

Markenlogo Maybach 1935

Logo Maybach 1935

Kühlerfigur Maybach 1935

Symbol Maybach 1935

Automobil Maybach 62S

Der Luxuswagen Maybach 62S

Automobil Maybach SW38

Der Luxuswagen Maybach SW 38
Der Luxuswagen Maybach SW 38 von 1938



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Die Automarke Maybach ist stark verbunden mit dem Förderer von Wilhelm Maybach Namens Gottlieb Daimler, der das Genie erkannte und Maybach als Chefingenieur zu Deutz holte. Nach einem Zerwürfnis trennten sich beide von ihrem ehemaligen Arbeitgeber und trieben gemeinsam die Entwicklung des Automobillandes Deutschland voran.

Beide testeten einen Benzinmotor, der zuerst in einem Motorrad getestet wurde und später in Daimler Fahrzeuge eingebaut wurde, die allerdings immer noch Kutschen wesentlich ähnlicher sahen. Nach dem Tod von Daimler verließ Maybach 1907 trotz großer Erfolge die Firma Daimler, für die er die letzte Zeit erfolgreiche Modelle unter dem Namen Mercedes entwickelt hatte.

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1909 gründete er zusammen mit Ferdinand Graf von Zeppelin die Firma Luftfahrzeug Motorenbau GmbH und konstruierte und produzierte hauptsächlich für den Militärischen Bereich Flugzeug-, Schiffs- und Zeppelinmotoren. Nach dem ersten Weltkrieg führte Wilhelm Maybach zusammen mit seinem ältesten Sohn Karl die Geschäfte weiter, erst im Maschinenbau, danach im Automobilgeschäft.

Die Weltwirtschaftskrise überstand Maybach hauptsächlich dadurch, das die Motorenproduktion forciert wurde und Maybach zum größten Motorenhersteller Deutschlands avancierte.

Nachdem die wirtschaftliche Krise überwunden war, konzentrierte sich Maybach auf die Herstellung von hochwertigen Automobilen, die immer mehr in den Bereich Luxusklasse einzuordnen waren. Den Anfang machten Modelle mit Sechszylindermotoren, die durch ihre gute Verarbeitung, ihre moderne Technik und einem hochwertigen Ambiente auffielen.

Wilhelm Maybach starb in dem selben Jahr, als der von Karl Maybach entwickelte V12 Ottomotor die Endgültige Entscheidung für die Luxusklasse brachte. Maybach folgte dem Vorbild von Rolls-Royce und lagerte die Produktion an verschiedene Karosseriebauer aus, die die Fahrgestelle meist nach Kundenwunsch mit individuellen Aufbauten versahen.

Ein Symbol für Maybach war das Modell Zeppelin, unheimlich groß, unheimlich schwer und wahnsinnig teuer. Ausgestattet mit dem V12, 200 PS und einem halbautomatischen Getriebe wie im Lagonda Selector, schaffte die knapp 3,3 Tonnen schwere Limousine damit eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Der Maybach Zeppelin DS8, das Topmodell wurde nur circa 300 mal verkauft, fast alle ins Ausland. Bei einem Preis von circa 42.000 Reichsmark war er doppelt so teuer wie das Premiummodell von Mercedes. Da sich Maybach auch nur auf die Bedürfnisse der vermögenden Kunden spezialisierte, war es schon politisch kaum möglich, zu Zeiten des Dritten Reiches den Verkauf zu steigern durch die Gewinnung neuer Absatzmärkte.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Produktion von Automobilen ab Ende 1940 eingestellt. Die Bilder des Maybach SW 38 zeigen ein Exemplar, das zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges zur SS gehörte und nach dem Ende des Krieges im Zuge der Reparationsleistungen nach Rußland kam, dort glücklicherweise gepflegt und restauriert und im Zuge von Glasnost und Perestroika nach dem Westen verkauft wurde.

Alle verfügbaren Produktionskapazitäten auf die Herstellung von Motoren für die Panzerwaffe, hauptsächlich der Panther- und Tigerbaureihen, konzentriert. Vereinzelt lieferte Maybach auch die Antriebe für Schnellboote. Damit waren die Fabrikgebäude von Maybach wichtige Kriegsziele für die Alliierten und infolge beständiger Bombenangriffe stark zerstört.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg erwies sich als schwierig. Aus Gründen des Geld- und Materialmangels und der Tatsache, das nach dem Ende des Krieges vorerst kaum jemand Interesse an Luxusautomobilen hatte, wurde die Automobilproduktion nicht wieder aufgenommen.

Statt dessen verlegte man sich auf Reparatur und die Herstellung von Motoren. Ein Wirtschaftszweig der bei Maybach schon immer eine große Bedeutung hatte. 1960 kaufte Daimler-Benz das Unternehmen, so dass aus der Maybach Motorenbau GmbH die Maybach Benz Motorenbau GmbH wurde. In Folge wurde der Großteil der Motorenproduktion für den Daimler-Benz Konzern übernommen.

Ende der 60er Jahre wurde die Konzentration der Geschäftsbereiche stärker auf den Bau von Schiffsgroßdieselmotoren gerichtet und die Firma umbenannt zur Motoren und Turbinen Union Friedrichshafen GmbH.

Der Name Maybach wurde 2001 von der Daimler-Chrysler Corporation wiederbelebt und ab 2002 werden in der Maybach Manufaktur mehrere, zur Zeit vier, Modelle unter dem Namen Maybach gefertigt. Auch hier besinnt man sich auf die Wurzeln, Herstellung von wenigen Fahrzeugen, für die Leute, die auf Geld nicht achten müssen, so dass ein Maybach im Straßenverkehr damals und heute ein seltenes Bild bleiben wird.

Ende 2012, ein Jahr vor dem geplanten Produktionsstopp wird der Maybach eingestellt, zu wenige Verkäufe als das sich die Produktion rechnet. Wirtschaftskrise und damit weniger solvente Millionäre sowie die zu große Ähnlichkeit mit der Konzerneigenen S-Klasse besiegeln vorerst die Produktion bei Maybach.

Artikel vom 311007 / Last modified 240415

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