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Packard Motor Company / Ohio Automobil Company

Markenlogo Packard

Das Logo von Packard

Kühlerfigur Packard

Kühlerfigur eines Packard Costum

Packard Twelve

Das Luxusmodell Packard Twelve
Der Packard Twelve in der Heckansicht



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Die beiden Brüder James W. Packard und W. D. Packard gründeten 1899 in Warren Ohio die Automobilfirma Ohio Automobil Company. Grund dafür war, dass beide der Meinung waren, ein besseres Auto bauen zu können, als das, welches sie gerade gekauft hatten.

Der Erfolg sollte ihnen über viele Jahre Recht geben. Die Ohio Automobil Company wurde schon 1903 umbenannt in die Packard Motor Company, womit die Erfolgsstory ihren Lauf nahm.

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Packard konzentrierte sich von Anfang an auf die Konstruktion und Herstellung von hochwertigen Modellen, die bald eine Konkurrenz zu den Fahrzeugen der Edelmarke Cadillac darstellten. Sinnigerweise verlegte Packard schon 1903 seinen Firmensitz von Warren in die Hochburg des amerikanischen Automobilbaus, nach Detroit.

Die beiden Brüder Packard bewiesen ihren Geschäftssinn ein weiteres mal, als die Konkurrenz noch darüber philosophierte, ob Sechs- oder Achtzylinder Motoren für die Luxusklasse angemessen wären, brachte Packard 1915 das Modell Twin Six auf den Markt.

Der V12 Motor veränderte mit einem Schlag die ganze Automobile Oberklasse und verkaufte sich überaus gut. Innerhalb von nur zwei Jahren verließ der Twin Six über 12.000 mal die Verkaufsräume von Packard. Auch der Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den ersten Weltkrieg im April 1917 führte nicht zu einem Einbruch der Nachfrage.

Dadurch dass kein anderer Anbieter in der Lage war, seine Automobile mit einem V12 auszurüsten, hatte Packard damit über Jahre ein Alleinstellungsmerkmal und somit auch die Vorteile, führende Persönlichkeiten, unter anderem den Präsidenten der Vereinigten Staaten, mit einem Packard auszurüsten. Somit stieg der Bekanntheitsgrad sehr schnell und Packard konnte Cadillac bis auf das Händlernetz in allen Belangen überflügeln.

Der Ottomotor des Twin Six hatte auch den Vorteil, dass in Zeiten unsynchronisierter Getriebe, die den Gangwechsel zur Kunst machten, sehr schaltfaul gefahren werden konnte. Der Motor stellte aus knapp 7000 ccm Hubraum seine Leistung von 90 PS über eine große Bandbreite zur Verfügung, so dass oft genug genügend Drehmoment abrufbereit war um auch ohne Schalten weiter zu kommen.

Die weiteren Modelle kamen dann mehr mit Achtzylindern auf den Markt, um eine höhere Serienfertigung erzielen zu können. Anfang der 30er Jahre brachte Packard das Nachfolgemodell des Twin Six auf den Markt. Verwirrenderweise wurde es ein Jahr lang auch als Twin Six bezeichnet und erst dann in Twelve umbenannt. Der Twelve war gebaut wurden, um den V16 von Cadillac Paroli zu bieten.

Durch eine Überarbeitung des Zwölfzylinders war das auch ohne weiteres möglich, der Twelve schöpfte aus 7300 ccm Hubraum 160 PS und war damit gegnüber den Cadillac Triebwerken durchaus konkurrenzfähig. Obwohl der Twelve nach einer Überarbeitung über 160 km/h schnell war, lag der größte Vorteil in der absoluten Laufruhe dieses Antriebes.

Leider war durch die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise der Zeitpunkt der Markteinführung des imposanten Twelve recht unglücklich gewählt und Packard hatte Probleme mit dem Absatz und damit auch einen finanziellen Engpass. Während des zweiten Weltkrieges verlagerte man deswegen auch die Produktion auf die Herstellung von Flugzeugmotoren und gegen Ende des Krieges wurden auch verschiedene Formen und Lizenzen an den sowjetisch- russischen Automobilhersteller ZIS verkauft. Auf dieser Grundlage beruhte dann dort das spätere Modell 110 von ZIS.

Nach dem zweiten Weltkrieg kam Packard nur sehr schwer wieder auf die Füße, nach einer grundlegenden Modernisierung der Modellreihen und der Motoren ging es ab 1950 wieder aufwärts.

Gewarnt durch diese Notlage suchte man einen Ausweg durch die Fusion mit einem anderen amerikanischen Automobilhersteller, der Studebaker Corporation, die nach dem Krieg doppelt so viele Automobile wie Packard verkauften.

Leider hatte auch Studebaker mit finanziellen Problemen zu kämpfen und riss dadurch Packard noch weiter mit nach unten, so dass die Vereinigung auf immer wackligeren Füßen stand. Um der drohenden Insolvenz zu entgehen beschloss man bei Packard mit einem Vorzeigemodell das Image wieder entscheidend zu verbessern.

Der Packard Caribbean war ein wunderschönes Cabrio, bei dem eigentlich alles richtig gemacht wurde, die Ausstattung war umfangreich, die Technik modern und die Leistung phänomenal. Die neuen V8 Motoren hatten bei ca. 6000 ccm Hubraum eine Leistung von 275 bis 310 PS. Damit war der Caribbean, den es später auch mit Hardtop gab, ein typisch amerikanischer Cabrio Traum, der sich von den Leistungswerten her nur dem Chrysler 300 geschlagen geben musste.

Wie aufgezeigt wurde somit eigentlich alles richtig gemacht. Der Haken an der Sache war, dass Packard dieses Vorzeigemodell aufgrund der Kleinserie nur mit Verlusten verkaufen konnte und damit seinen Niedergang sogar noch beschleunigte.

1956 war es dann soweit, die Curtiss Wright Corporation übernahm Studebaker- Packard und versuchte eine Rettung. Dadurch dass eine hohe Kosteneinsparung erreicht werden musste, legte man die beiden Marken zusammen, so dass nur noch der Markenname den Unterschied zwischen den einzelnen Modellen darstellte.

Diese Einsparung wurde vom Endverbraucher allerdings nicht angenommen und der Name Packard verschwand ab 1959 vom Automobilmarkt. Das letzte Modell, das entwickelt wurde und die Handschrift von Raymond Loewy trug, war für die damalige Zeit revolutionär, ausgerüstet mit einer Glasfiberkarosserie und gebaut als schneller Sportwagen konnte der Avanti jedoch den Konkurs nicht mehr aufhalten.

Kurz nachdem der Avanti und sein Hersteller verschwunden waren, kauften die ehemaligen Studebaker Händler Altman und Newman die Reste von Studebaker und Packard auf und firmieren ab diesem Zeitpunkt, also ab Anfang der 60er Jahre unter der Bezeichnung des letzten hergestellten Sportwagens Avanti Motor Corp.

Auf einer amerikanischen Automobilmesse wurde 2003 ein Prototyp unter dem Namen Packard vorgestellt, der allerdings nie bis zur Serienreife gelangte und wieder in Vergessenheit geriet.

Artikel vom 210807 / Last modified 130715

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