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Hudson Motor Car Company, amerikanische Automobilmarke

Markenlogo Hudson Motor

Das Logo der Hudson Motor Car Company
Die Kühlerfigur eines Hudson Terraplan

Hudson Terraplan

Hudson Terraplan Frontansicht
Hudson Terraplan Heckansicht
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Autolexikon / Zufallsbild

Die Geschichte der amerikanischen Automarke Hudson beginnt Anfang 1909 mit der Gründung durch zwei ehemalige Mitarbeiter von Olds. Howard Earle Coffin als ehemaliger Chefingenieur und Roy D. Chapin der bei Olds die Leitung des Verkaufes über hatte, erfüllten dem Millionär Hudson aus Detroit einen Traum.

Eine eigene Automarke ins Leben zu rufen, die alltagstaugliche Autos, aber auch Straßenrennwagen für den auf Motorsport geradewegs versessenen Hudson herstellen sollte. Mitte 1909 wird das erste Automobil mit einem Vierzylinder Motor in Serie produziert. Das überaus günstige Modell wurde das bis dato meistverkaufte Auto im Gründerjahr einer Automobilmarke und über 4000 mal in diesem Jahr verkauft.

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Schon fünf Jahre später wurde das erste von Coffin entwickelte Automobil mit einer Sechszylinder Maschine der Öffentlichkeit vorgestellt und untermauerte das Fable von J.L. Hudson für sportliche Autos.

Leider konnte der Firmengründer und Geldgeber den Siegeszug seiner Marke, Hudson wurde zum größten Hersteller von Sechszylinder Motoren und Modellen, nicht mehr miterleben. Der gebürtige Engländer Joseph Lowthian Hudson verstarb 1912 im Alter von 65 Jahren.

Aber auch danach wuchs die Firma Hudson Motor Car Company stetig. Die Palette der so erfolgreichen Sechszylinder Modelle wurde erweitert und die Produktion beständig erhöht. Für Hudson bedeutete das aber auch, die Montagehallen zu vergrößern und zu erweitern.

Nicht nur das, 1917 wurde angetrieben durch die Maßgabe, Hudson mehr aus dem Verkauf von billigen Fahrzeugen herauszulösen, in einer zu klein gewordenen Montagehalle die Firma Essex Motor Company gegründet, die nach einer anfänglichen Wirtschaftlichkeit 1922 mit Hudson fusionieren musste.

Die Fusion bedeutete allerdings auch, dass Hudson- Essex damit durch eine jährliche Anzahl von gut 275.000 produzierten Fahrzeugen hinter Ford und Chevrolet den dritten Platz in der amerikanischen Automobilindustrie einnahm.

Mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise erwischte es Hudson-Essex recht hart, die Verkäufe gingen rapide in den Keller und die Entscheidung fiel, die Gemeinschaft Hudson-Essex wieder aufzulösen. Dazu aber mehr im Beitrag zu Essex. Den Part von Essex übernahm ab 1932 für acht Jahre das ausgegliederte Automobillabel Terraplane.

Hudson, formell ab dieser Zeit wieder auf sich allein gestellt, versuchte den Angriff nach vorn. Verstärkte Bemühungen im Motorsport und die Einführung von Achtzylinder Modellen sollten die Kehrtwende bringen. Der Achtzylinder war dabei so erfolgreich, dass er fast unverändert bis Anfang der 50er Jahre produziert wurde. Verkaufsfördernd war auch der Slogan, Amerikas sicherstes Automobil zu produzieren.

Während des zweiten Weltkrieges verlegte sich Hudson auf den Bau von Kanonen und die Fertigung von Flugzeugteilen, unter anderem für die berühmte Fliegende Festung, den Langstreckenbomber B 29.

Nach dem Krieg wurde die Modellpalette stark modernisiert, wiederum technisch stark verbessert und dem Sicherheitskonzept noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Diese Anstrengungen und die daraus resultierenden Erfolge auch im Rennsport, schraubten die Absatzzahlen wieder nach oben. Vor allem ein Modell, der Hudson Hornet, entwickelt am Reißbrett schon 1941, war der Prestigeträger und Gewinner der Nachkriegszeit.

Ausgestattet mit einer einzigartigen Karosserie, die es zuließ, durch die besondere Bauform, genannt Step Down, die hinteren Räder zu verkleiden und den Schwerpunkt sehr tief zu halten, wurde das Modell Hornet für einige Zeit sehr erfolgreich im Rennsport.

Die Leitung der danach benannten Step Down Serie wurde unter anderem auch Raid Railton übertragen, einer britischen Rennfahrerlegende, der in England sogar eine nach ihm benannte Automobilmarke vorweisen konnte.

Leider hielt die gesteigerte Produktionsrate von über 150.000 Fahrzeugen pro Jahr nicht lange an. 1953 sank die Anzahl der verkauften Fahrzeuge auf nur noch 32.000 Stück. Selbst ein neu entwickeltes Modell, der Hudson Jet, brachte keinen Aufschwung. Für Hudson ein finanzielles Desaster. Um dem drohenden Konkurs zu entgehen fusionierte man mit Nash Motors zur American Motor Corporation, kurz AMC. Das war allerdings der Untergang der Marke Hudson, da ab diesem Zeitpunkt alle Modelle unter dem Label Nash verkauft wurden. Erst später wurde das Logo von Hudson auf dem neuen Modell Rambler wieder verwendet.

Hudson produzierte ab dieser Zeit fast nur noch für das Militär und wurde Mitte der 60er Jahre durch die Rüstungsabteilung von General Motors übernommen.

Die Automobilmarke Hudson gibt es zwar schon lange nicht mehr, für die Fans ist dies aber kein Grund, ihre Hudsons aufzugeben. Rund 2.800 Mitglieder Weltweit hat der Hudson Club, organisiert um möglichst lange noch Spaß und Freude an ihren Fahrzeugen zu haben.

Artikel vom 301007 / Last modified 250913

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