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Mercury Automobile, Obere Mittelklasse im Ford Verbund

Markenlogo Mercury

Das Logo von Mercury

Schriftzug Mercury

Schriftzug von Mercury

Mercury Cougar 1973

Mercury Cougar
Mercury Cougar Heckansicht



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Niemand geringerer wie der Sohn des Begründers der automobilen Verbreitung, Henry Ford, der mit seiner Fließbandbroduktion der Tin Lizzy weltweit die Serienproduktion einläutete, war die treibende Kraft hinter der Automobilmarke Mercury.

Edsel Bryant Ford, der die Ideen seines Vaters weiterführen und verbessern wollte, sorgte für die Gründung von Mercury am Stammsitz der Ford Motor Company, in Michigan Dearborn, in der Nähe der Autostadt Detroit. Mercury entstand aus der Idee heraus, den seit 1932 im Angebot bei Ford befindlichen V8 Modellen mit einer höherwertigen Ausstattung zu noch mehr Absatz zu verhelfen.

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Die Modelle die unter dem Namen Ford Mercury angeboten wurden verkauften sich so gut, das die Lücke zwischen dem Großserienhersteller Ford und seiner Luxusdivision Lincoln, die für die Oberklasse Modelle im Haus verantwortlich zeichneten, durch die Marke Mercury geschlossen werden sollte. Im Prinzip fast schon das gleiche Baukastenprinzip das heute noch Bestand hat, verschiedene Marken, man denke nur an den VAG Verbund, greifen auf das gleiche Teileregal zu, somit wird Konzeption und Herstellung von Baugruppen wie Rahmen oder Getriebe weit effizienter.

Mercury wird 1939 als eigenständige Marke im Ford Konzern gegründet und ist ab dieser Zeit für die gehobene Mittelklasse zuständig. Nach drei Jahren kam der erste kriegsbedingte Stopp, die zivile Produktion von Automobilen wurde in den USA bei fast allen Herstellern zu Gunsten von militärischen Produkten eingestellt.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann auch in den USA die Herstellung von Vorkriegsmodellen, Ford fasste 1945 Lincoln und Mercury zusammen und begann ein Jahr später wieder mit der Herstellung.

Der Mercury wurde von 1939 bis 1950 als Mercury gebaut, erst danach gab es weitere Modelle unter dem Markennamen Mercury, die mit dem Monterey ab 1949 begannen, ein Coupe mit einem Vinyldach, heute nicht mehr bekannt, aber wer weiß, viele Designmerkmale wiederholen sich, warum nicht auch Blechdächer mit Vinyl Beschichtung.

Ab 1960 wurde das Baukastenprinzip noch verschärft, waren bis dato die Werte unter dem Blech gleicher Abstammung, wurden ab der Zeit größtenteils sogar die Karossen baugleich aufgeschraubt und der Unterschied nur durch veränderte Front- und Heckpariten und eben dem anderen Firmenlogo von Mercury dargestellt.

Einzelne Modelle von denen sich mehr Absatz versprochen wurde und dieser auch durch eigenständige Karosserien unterstrichen wurde, waren die Ausnahme, der Mercury Cougar, eine Modellreihe die in sieben Generationen in der Modellreihe von Mercury von 1968 bis 2002 gefertigt wurden, deren letzter Ableger sogar als Ford Cougar nach Europa kam und in Amerika als Mercury Cougar die Schritte hin zu leichteren und sportlicheren Autos aufzeigte. Mercury hätte unter dem Dach von Ford, aber weiterhin als eigenständige Marke wahrscheinlich noch eine lange Zukunft bevor gestanden, wenn nicht die bis dahin schwerste Automobilkrise die USA wie ein Hurrikan überrollte hätte. Die weitreichenste Krise die es je in der Geschichte eines Landes gegeben hatte wo Autos wie in den Zeiten de Wilden Westens die Pferde, einfach in mehrfacher Ausfertigung in jedem Haushalt zum Alltag gehörten.

Nachdem der Spritpreis von 2007 bis 2008 explodierten, in Utah kostete die Gallone Benzin, also 3,785 Liter, 2007 noch etwa 2,60 $, in 2008 schon exorbitante 4,10 $, waren diese Zeiten vorerst vorbei und führten auch in den USA zu einem Umdenken.

Der Abverkauf der Autos durch die Finanzkrise und die Spritpreise ging in den Keller und die Firmen machten Verluste, horrende Verluste, allein Ford über 2 Milliarden Dollar nur in dem in den USA üblichen Leasinggeschäft, da auch diese Fahrzeuge vom Preisverfall betroffen waren.

Abschließend bei dieser Situation mussten viele Autobauer extreme Sparmaßnahmen verwirklichen oder sogar Konkurs anmelden. Ford zog im Zuge seiner Einsparmaßnahmen für Mercury die Reißleine und lies die Produktion 2010 auslaufen, bis Mitte 2011 wurden noch Neuwagen verkauft. Ersatzteile, Garantieansprüche, Reparaturen und Wartung übernehmen ab dieser Zeit Ford Werkstätten.

Somit ist die Automobilmarke Mercury ab 2011 Geschichte, was aber natürlich nicht heißt, das es niemals wieder Fahrzeuge mit diesem Markennamen geben könnte.

Artikel vom 151014 / Last modified xxxxxx

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